Herstellungsverfahren
„Goodyear welted“-Verfahren
Unsere PRIME SHOES-Schuhe werden im „Goodyear welted“-Verfahren hergestellt. Goodyear welted ist der Fachbegriff für rahmengenähte Schuhe. Charles Goodyear Jr. hat diese maschinelle Fertigungsmethode von Herrenschuhen, bei der die beiden Bodennähte des Schuhs vernäht werden, bereits 1872 patentieren lassen.
Zuerst werden Lederinnenfutter, Verstärkungen an den Kappen, Ferse und Oberleder zu einem Schuhschaft vernäht. Dieser Schaft wird wiederum mit der Innensohle und dem Rahmen (einem umlaufenden Lederband) vernäht. Schließlich wird mit einer Doppelnaht der Lederrahmen mit der Laufsohle verbunden.
Bei dieser Art der Verarbeitung bleibt das Schuhinnere frei von spürbaren, störenden Nähten, und eine zwischen Lederbrand- und Lederlaufsohle aufgetragene Korkschicht isoliert den Schuh gegen Kälte. Diese Korkschicht dämpft außerdem den Auftritt und bildet durch Druck und Wärme ein eigenes Fußbett.
Sacchetto-Verfahren
Unsere PRIME FLEXIBLE Schuhe entstehen im sogenannten Sacchetto-Verfahren, das erst im Jahr 1992 entwickelt wurde. „Sacchetto“ ist ein italienischer Begriff und bedeutet soviel wie „Säckchen“. In der Schuhmacherei gilt diese Machart als sehr aufwändig, ihr Ergebnis sind besonders anschmiegsame und flexible Schuhe, die sich durch einen ganz besonderen Tragekomfort auszeichnen.
Dass die im Sacchetto-Verfahren gefertigten Schuhe so überaus bequem sind, hat ihre Ursache darin, dass sich diese Herstellungsweise am Vorbild der ursprünglichen Mokassins orientiert. Zwar besteht ein PRIME FLEXIBLE-Schuh anders als der Mokassin nicht aus nur einem einzigen Teil, doch wir legen Wert darauf, dass das Innenfutter des Schuhs nahezu ohne Nähte verarbeitet wird. So wird es wie ein Säckchen mit dem Oberleder an der Oberkante des Schuhs vernäht und schmiegt sich fast nahtlos an den Fuß. Kenner sprechen hier vom sogenannten „Handschuh-Effekt“.Im Gegenteil zum Mokassin wird einem Sacchetto-Schuh jedoch eine zusätzliche Laufsohle angefügt.
„Blake Rapid“-Verfahren
Bei der Machart unserer HAMLET-Schuhe handelt es sich um eine maschinelle Alternative zur sehr aufwendigen Handnaht. Der Name geht auf ihren Erfinder Lyman R. Blake zurück. Er erfand im 19. Jahrhundert eine Durchnähmaschine, die „Blake“, die die erste Naht ausführt. Die „Rapid Machine“ versieht den Schuh mit einer Doppelnaht.
Entsprechend spricht man bei diesem Verfahren von durchgenähten Schuhen, da die Naht komplett durch die Brandsohle hindurchgeht. Durch das Blake-Verfahren wird der Rahmen mittels einer Maschinennaht mit dem Schaft und der Brandsohle verbunden. Zur Verdeckung der Naht wird im Inneren des Schuhes eine Decksohle auf die Brandsohle gelegt.